Wie entsteht ein Lymphödem?
Stellen sie sich vor, Ihr Blut wäre Milch. Die Milch fließt in den Arterien vom Herzen zu allen Teilen Ihres Körpers. Dabei teilen sich die Arterien und werden immer kleiner, bis sie zu Haargefäßen (Kapillaren) werden. Dort, wo die Zellen ernährt werden sollen (z.B. Organe, Haut, Gehirn etc.), zerfällt die Milch in Molke und Quark.
Die Molke wird nun von den Venen aufgenommen und fließt zum Herzen zurück.
Der Quark muß über die Lymphgefäße transportiert werden. Der Lymphtransport ist also eine Einbahnstrasse, hier sind die Gefäße zuerst sehr klein und werden immer größer, bis sie in der Schlüsselbeingrube wieder ins Blutsystem zurückmünden. Normalerweise ist das Lymphsystem ein hervorragendes "Kanalisationssystem". Es kann viel Flüssigkeit mitnehmen, wenn z.B. die Venen nicht mehr richtig funktionieren. Deshalb hat nicht jeder mit Krampfadern auch gleich geschwollene Beine. Oder denken Sie an einen verstauchten Knöchel: da verschwindet die Schwellung auch meist wieder von alleine.
Ein Problem entsteht, wenn das Kanalisationssystem zu eng ist, unterbrochen wird oder gar nicht erst vorhanden ist und dadurch der Lymphtransport nicht richtig funktioniert, z.B. durch:
- angeborene Gewebeschwäche (primäres Lymphödem)
- Verletzung
- Operation und Lymphknotenentfernung (sekundäres Lymphödem)
- Überlastung
Was jetzt nämlich passiert ist Folgendes: Der Quark bleibt im Gewebe liegen!
Sie können sich vorstellen, der Quark gehört da nicht hin, und was nicht hingehört, verursacht entweder eine Entzündung, oder wird in Bindegewebe umgebaut.
Deshalb versucht der Körper in seiner Weisheit, den Quark in Lösung zu halten (= Wassereinlagerung) in der Hoffnung, daß noch etwas geschieht und der Quark doch noch wegtransportiert werden kann! Und genau das geschieht mit der Lymphdrainage!
Tel.: 0 77 61 - 93 83 37 | E-Mail: | Internet: www.Lymphdrainage-Schulz.de


